Dienstag, 4. August 2015

Resümee zur Hobelvorrichtung

In meinem laufenden Pojekt "Tripp Trapp" stelle ich derzeit die Rückenlehnen her. Hierfür müssen zunächst aus sägerauhen Nussbaumdielen gerade Bretter gehobelt werden. Bei dieser Gelegenheit schreibe ich ein Resümee zu meinen Hobelvorichtungen.

Vergangenes Jahr habe ich bereits schon einen Bericht über meine Hobelvorrichtung geschrieben. Mit der 1. Vorrichtung können bis zu 1250mm x 300mm gehobelt werden. Da aber immer mal wieder kleinere Bretter zu bearbeiten sind, habe ich mir noch eine weitere kleine Vorrichtung gebaut auf der bis 750mm x 250mm gehobelt werden können.
Die kurze Vorrichtung ist auch überwiegend im Einsatz, da sie einfach praktischer zu handhaben ist.





Nun aber zum eigentlichen Hobelvorgang und die Vorbereitung dazu...

Die Nussbaumbretter die gehobelt werden sollen habe ich zunächst aus einer Diele herausgesägt.

Im ersten Schritt wird das zu hobelnde Brett auf die Vorrichtung gelegt und mit einigen Holzkeilen so lange unterlegt bis das Brett satt auf liegt.



Im zweiten Schritt werden alle Holzkeile auf der Vorrichtung und dem Brett mit Heißkleber verklebt. Hier sind zwei Klebepunkte völlig ausreichend, anfangs hatte ich noch zu viel Kleber aufgetragen.


Die Holzkeile können sehr oft verwendet werden wenn diese nach jeder Nutzung vom harten Kleber wieder befreit werden.
Der Heißkleber ist nach 5 Minuten erkaltet und hält absolut fest.

Um die Hobelmaschine vorab grob einzustellen, lege ich einen Stahlmaßstab auf das Brett und messe das Maß zum Tisch.

 
Nachdem die Hobelmaschine jetzt grob eingestellt ist, kann die Vorrichtung mit dem Brett das erste mal gehobelt werden.


Nach 2 - 3 Durchgängen sind die noch vorhandenen Unebenheiten auf dem Brett sehr gut zu erkennen.
Bei Brettern die bereits schon gehobelt sind ist es hilfreich die Oberfläche mit einem Bleistift zu markieren um zu erkennen wo bereits gehobelt wurde.


Das Brett wird jetzt so lange durch die Hobelmschine gelassen bis keine Unebenheiten mehr vorhanden sind. 
Je nach Zustand bzw. Verzug des Werkstücks können schon einige Durchgänge nötig sein.


Anschließend werden mit einem Stecheisen die Klebepunkte vom Brett abgestochen und die Keilevon der Vorrichtung entfernt.



Nach zahlreichen Brettern die ich bereits auf diese Art gehobelt habe, ist die Vorrichtung noch immer in einem sehr guten Zustand. Wichtig ist, dass die Unterseite der Vorrichtung glatt oder besser noch geschliffen und geölt ist. Durch die geschliffene und geölte Unterseite gleitet die Vorrichtung sehr leicht über den Tisch der Hobelmaschine.


Beim abschließenden Prüfen des Hobelergebnis sind keinerlei Unebenheiten zu erkennen.


Für die benötigten 8 Bretter habe ich gute 1,5 Std. gebraucht, sicher geht es mit einer Abrichte schneller und einfacher aber mit etwas Übung sieht man auch mit der Hobelvorrichtung schnell ein gutes Ergebnis.


Fazit:
Ich bin mit der Hobelvorrichtung sehr zufrieden und habe schon einige Meter an Holz gehobelt.
Jeder, der sich keine Abrichte aus Platzgründen stellen kann oder nur einen Dickenhobel hat, sollte sich eine solche Vorrichtung bauen.
Wenn die Vorrichtung immer sauber gehalten wird, hält sich der Verschleiß absolut in Grenzen.
Zu beachten ist, dass Bretter, die sehr breit und dünn sind, nicht unbedingt auf diese Weise bearbeitet werden sollen da die Gefahr besteht, dass das Brett nicht eben wird. 

Kommentare:

  1. Hallo Basti!

    Erst mal danke für deinen Blog, ist immer wieder interessant für mich. Ich habe soeben auf einem Bild gesehen, hast du bei deinen Stahlmaßbändern die Enden aufgebogen? Ist das wegen besserem Handling?

    SG Hannes

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  2. Hallo Hannes,

    vielen Dank für dein Interesse an meinem Blog!
    Die Stahlmaßstäbe gibt es ferig von Shinawa, zu beziehen bei: http://www.feinewerkzeuge.de/shinwa-ruler.html.
    Durch das aufgebogene Ende lässt sich der Stahlmaßstab besser greifen wenn er auf dem Tisch liegt.

    Gruß Basti

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